Herbstlaub auf Natursteinen- Tipps und Hinweise

Jedes Jahr im Herbst: Streit um Flecken durch Blätter

Auch dieses Jahr ist der Herbst gekommen. Und unsere Bäume werfen wie immer ihre Blätter ab und Endkunden beschweren sich, dass Flecken auf Natursteinen entstehen.

Was passiert, wenn ein Blatt auf einen Granit fällt?

Erst einmal nichts, der Naturstein hält die Kraft locker aus. Schwieriger wird es erst dann, wenn die Blätter länger liegen und dann noch feucht werden. Der, in dem organischen Abfall, enthaltene Farbstoffcocktail kann dann den Stein oberflächlich verfärben.

Wie bekomme ich die Farbe wieder weg?

Da gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten.

1) Nichts machen
Die meisten Farbstoffe zerfallen durch UV – Licht mit der Zeit. Durch Verwitterung (Regen, Schnee) wird der Farbstoff zusätzlich homöopathisch verdünnt und verteilt sich auch noch. Meistens ist im Frühjahr nichts mehr zu sehen.

2) Bleichmittel
Wer sich daran stört, dass Flecken durch das Fenster oder die Terrassentüre sichtbar sind, kann zu bewährten Mitteln greifen. Bei „Hartgesteinen“ kann man folgende Vorgehensweisen empfehlen:

2.1) Mittel auf Chlorbasis, wie z. B „MN AUSSENREINIGER“ oder. „HMK R 160 Moos und Schimmel EX“ oder Ecolab „Sator“ werden pur auf den trockenen Untergrund punktuell aufgetragen. Die Einwirkzeit hängt vom Farbstoff und der Eindringtiefe ab und reicht von 10 min bis zu zwei Stunden. Danach ist mit viel Wasser nachzuspülen. Aufliegender Schmutz kann dadurch auch teilweise entfernt werden. Dann kann es auf den gereinigten Stellen auch heller aussehen.

2.2) Wasserstoffperoxyd
Diese Chemikalie, die in geringer Konzentration früher zum „blondieren“ benutzt wurde, ist in der Apotheke erhältlich. Die Vorgehensweise ist ähnlich. Die Sicherheitshinweise (Schutzbrille und Handschuhe) sind einzuhalten. Vorteil ist der nicht vorhandene Chlorgeruch.
Bei Kalksteinen und Marmoren kann es durch die Zerstörung von organischen Komponenten zu einer deutlichen Aufhellung kommen. Hier empfiehlt sich eher die Methode des ruhigen Abwartens.

Wer hätte darauf hinweisen müssen?
Ganz klar der Gärtner. Er hätte dem Kunden erklären müssen, dass Bäume in unseren Breiten färbende Blätter verlieren und ggf. Plastikbäume empfehlen müssen. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, im Kern aber wahr. Der Verarbeiter ist zumeist kein Botaniker. Jedes Material wird schmutzig, wenn es draußen liegt. Damit verdienen Heerscharen von Autowaschanlagen ihr Geld. Da verlangt keiner, dass der Autohersteller dafür bezahlen muss.

Was kann man machen um das Verfärbungsrisiko zu verkleinern?
Neben der Abholzung der umstehenden Bäume und einer regelmäßigen Blattenfernung gibt es nichts. Eine Imprägnierung hilft kaum, da es sich meist um „aufliegenden“ Schmutz handelt.

Wie sollte man reagieren bei Reklamationen durch verfärbende Blätter?
Zuerst würden wir empfehlen unseren Newsletter dem Kunden zukommen zu lassen, in Verbindung mit einem Angebot zur Fleckentfernung.

Konfuzius sagte: Ein Garten der zur Erholung dient, ist ein Spiegel der Seele seines Besitzers. Ohne Pflege durch einen Gärtner, der seinen Herrn kennt, hat auch der schönste Garten keinen Bestand. Eine makellose Seele ist aber nur den Göttern vorbehalten. Deshalb kann auch kein Herrscher von seinem Gärtner absolute Perfektion verlangen.

2017-01-27T09:33:09+00:00 7. Okt 2015|